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Mitmach-Geschichte

Dieses Bild hat meine Tochter (3 Jahre alt) am 21.03.2020 gemalt. Sie verschwand ganz unvermittelt in ihrem Zimmer und kam dann 10 min später zurück, hielt mir das Blatt vor die Nase und sagte: "Hier Mama, der Corona Virus".

Ich war beeindruckt wie toll sie ihn gemalt hat. Ich war aber auch leicht geschockt, wie genau sie ihn für ihr Alter gemalt hat und wie viel sie anscheinend doch im Alltag schon mitbekommen hat. Da waren wir noch ganz am Anfang der Pandemie. 

Gleichzeitig war ich auch total überrascht von der positiven Sicht der Dinge. Corona hat ein freundliches Gesicht und die Sonne scheint. Okay, den schwarzen Fleck da vergessen wir mal, denn den konnte sie mir nicht benennen. Daher hat er für sie auch keine größere Bedeutung.

Plötzlich hatte Corona aber ein Gesicht und gleich ratterte es in meinem Kopf.

 

Abends im Bett gibt es bei uns immer noch eine Geschichte zur Einschlafbegleitung und da entstand sie...unsere Kleinkindgerechte Coronageschichte. Nach und nach haben wir sie als Familie weitergesponnen und so ist bis jetzt schon eine lustige kleine Geschichte draus geworden. 

 

Allerdings fehlen hier und da noch ein paar Ausschmückungen und das Ende ist noch nicht perfekt. Und da kommt ihr ins Spiel!

 

Ich setze euch unseren Text hier rein und ihr dürft euch gerne noch mit einbringen. Schreibt mir einfach eine Mail oder PN über Facebook oder Instagram oder kommentiert einfach unter dem Beitrag. Werdet Teil unserer Geschichte, erzählt sie gerne euren Kindern oder lasst auch gerne einen Kommentar zu der Geschichte da.


Corona Virus geht auf Reisen

In einer Stadt in China, in Wuhan, lebte der kleine Corona Virus. Seine Eltern arbeiten den ganzen Tag auf dem Markt in der Stadt und hatten kaum Zeit für ihn. Immer musste er mit zum Markt und sollte bei den Eltern bleiben, durfte mit niemandem reden oder spielen. Er sollte nur bei seinen Eltern sitzen und lernen, malen oder spielen.

 

Eines Tages regnete es so stark und seine Eltern mussten ganz schnell ihre Sachen zusammenpacken und sich in Sicherheit bringen, da hatte Corona eine Idee. Er sah seine Chance. Seine Eltern waren so abgelenkt und alle Menschen rannten wild herum. Da packte er sich seinen Rucksack und rannte los. Er rannte und rannte bis er ganz außer Puste war. Plötzlich blieb Corona stehen und schaute sich um. Die Sonne schien wieder. Um ihn herum waren immer noch ganz viele Menschen, aber sie waren irgendwie anders. Viel bunter und freundlicher, alles roch auch ganz anders. Corona kannte sich gar nicht aus, er wusste nicht wo er war. Trotzdem hatte er keine Angst so ganz allein. Er fühlte sich wohl hier.

 

Corona schaute sich die nächsten Tage alles genauer an. Er ging ins Restaurant, ins Museum, schaukelte, kletterte und rutschte auf Spielplätzen, besuchte Altenheime und auch Kindergärten. Er schrieb sich jeden Tag auf was er alles entdeckt hatte, damit er es nie mehr vergessen kann.

 

Nach zwei Wochen wurde es immer ruhiger um ihn herum und kaum jemand war noch auf der Straße. Kein Restaurant war mehr offen, kein Kindergarten, kein Spielplatz…alles war zu. Die paar Menschen die er ab und zu sah hatten plötzlich einen Mundschutz an. Die meisten waren krank und konnten gar nicht mehr reden. Alle waren nur noch im Krankenhaus. Das gefiel Corona nicht und so ging er weiter in die nächste Stadt.

 

Auch hier gab es sooo viel zu entdecken…bis wieder alle Menschen verschwunden waren. So ging er von Stadt zu Stadt und alle Menschen wurden immer kranker und kranker. Corona bekam ein wenig Angst. Er bekam mit das es einen Ort gibt an dem man in eine Maschine einsteigen kann, die einen in andere Länder bringt. Sie nannten es Flughafen. Das wollte er sehen. So machte er sich auf und besuchte einen Flughafen. Er war so beeindruckt von diesen großen Vögeln die einen von Land zu Land fliegen. Da musste er einfach mit. Er stieg in den nächsten Flieger und flog nach Europa.

 

Es ging in das Land Italien. Als Corona aus dem Flugzeug ausstieg war es so schön warm. Die Menschen waren so freundlich und redeten ganz anders. Ganz neugierig sah Corona sich um. Alles roch so lecker und sah viel bunter und heller aus als in China. Hier wollte er bleiben. Ohne Ziel ging er durch die engen Gassen, holte sich ein Eis und gönnte sich eine Pizza. War das lecker. Sowas hatte er noch nie gegessen. Auch hier schaute er sich wieder bei den Kindern in der Schule und den Kindergärten um, testete die Spielplätze und besuchte Altenheime. Hier ging das alles viel einfacher, weil die Menschen so viel Zeit mit der Familie verbracht haben. Corona konnte sich überall dranhängen und mitgehen.

 

Nach einer Weile wurden die Menschen hier auch immer seltsamer. Fast so wie in seiner Heimat. Alle rannten nur noch wie wild rum, auch mit diesen komischen Dingern vor dem Mund. Kein Kind war mehr draußen, kaum noch Autos auf der Straße und Geschäfte und Restaurants hatten auch plötzlich zu. Er ging wieder zu den Krankenhäusern und wunderte sich. Hier waren die ganzen Menschen hin und wieder waren sie alle ganz schlimm krank.

 

Also ging Corona in das nächste Land und schaute sich hier um. Es musste doch irgendwo einen Ort geben, an dem er bleiben kann.

 

Egal wo er hin ging, die Menschen wurden krank und durften nicht mehr raus. Keiner durfte noch zur Schule, zum Kindergarten, zur Arbeit, niemand durfte sich noch mit seiner Familie oder seinen Freunden treffen. Das aller seltsamste war aber, das plötzlich alle seinen Namen kannten. Überall hörte man CORONA VIRUS. Er wusste gar nicht warum, hatte er doch gar nichts angestellt. Da war aber noch jemand den sie immer nannten…COVID 19. Den kannte er nicht. Er wollte ihn auch gar nicht kennenlernen, denn anscheinend waren deswegen alle so krank. Komischerweise muss er aber immer genau da sein, wo Corona auch war. Er verstand das alles nicht mehr und war ganz traurig. Wollte er doch nur die Welt entdecken und nette Menschen kennenlernen. Und was hatte er jetzt davon? Überall waren die Menschen sauer auf ihn und hatten Angst. Keiner wollte ihm begegnen. So war das nicht gedacht. Wie gern würde er wieder zurück nach Hause. Das ging aber auch nicht, denn alle Wege waren versperrt. Diese komischen großen Metallvögel waren nicht mehr unterwegs und durften nicht mehr fliegen.